17.12.1912 Columbia, Missouri
Opfer:
Mary Wilson (82) und ihre Tochter Georgia Moore (59)
Es war acht Tage vor Weihnachten, und Henry Lee Moore hatte seiner Mutter und seiner Großmutter gesagt, dass er kommen würde, um einige Rechnungen zu bezahlen und Dinge für die Feiertage zu erledigen. Als er an diesem Morgen von seinem Zuhause in Moberly in der Stadt ankam, ging er zu ihrem Haus, wo er die Haustür verschlossen und die Vorhänge zugezogen vorfand.
Er ging daraufhin in das Nachbarhaus und fragte einen Nachbarn, ob dieser wüsste, ob die Frauen zu Hause sind. Während der Nachbar zusah, stieß Moore die unverschlossene Hintertür auf, und fand seine Mutter in ihrem Bettzeug mit dem Gesicht nach oben neben der Küchentüre erschlagen auf dem Küchenboden. Daraufhin verlies er den Tatort um die Nachbarn zu alarmieren. Mary J. Wilson, Moores Großmutter, wurde im Bett gefunden, nachdem sie dort mit einem Axthieb erschlagen worden war.
Tatort:
Das Haus war durchwühlt worden.
Tatwaffe:
Die Axt wurde in einer Schlucht in der Nähe des Hauses gefunden.
Henry Lee Moore, der die Tat entdeckte, wurde verhaftet für die Morde an seinen Verwandten. Die Polizei fand heraus, dass er bereits am Vortag nachmittags um 15:45 Uhr in Columbia angekommen war und unter einem falschen Namen in einem Hotel eingecheckt hatte. Moore erklärte, er sei früher angekommen, ohne seine Familie zu informieren, damit er schlafen konnte, da er in der Nacht zuvor gearbeitet hatte. Er erzählte den Behörden, dass er einen falschen Namen benutzt hatte, damit seine Familie nicht weiß, dass er in die Stadt gekommen und nicht bei ihnen geblieben war. Er behauptete, er habe im Hotel zu Abend gegessen, sei in sein Zimmer zurückgekehrt und habe es bis zum nächsten Morgen nicht verlassen. Blutflecken auf seiner Kleidung und einem Taschentuch erklärte er abwechselnd als Farbflecken und von Nasenbluten.
Der Prozess, der im März 1913 stattfand, ging schnell über die Bühne. Moore hatte behauptet, er sei noch nie im Gefängnis gewesen zu sein, was vom Staatsanwalt widerlegt wurde. Er nannte den Namen eines alten Mannes, von dem er glaubte, dass er die Verbrechen begangen hatte, aber er hatte diesen Mann nie den den Behörden, während er drei Monate vor dem Prozess in U-Haft saß genannt.
Trotz all seiner Unschuldsbeteuerungen wurde Henry Lee Moore am 14. März nach einem viertägigen Prozess mit 80 anwesenden Geschworenen des Doppelmordes für schuldig befunden, wobei die Geschworenen ihn zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilten. Sein Anwalt versuchte, beim Obersten Gerichtshof Berufung einzulegen, aber sein Antrag wurde abgelehnt. Moores Strafe wurde am 30. Juli 1956 umgewandelt, und er wurde freigelassen. Der damals 82-Jährige lebte zuletzt in einem Zentrum der Heilsarmee in St. Louis.
Ähnlichkeiten zu den anderen Taten:
- Eines der Opfer wurde im Bett getötet
- Die Tatwaffe wurde in Tatortnähe gefunden
- Haustüre war verriegelt
- Die Fenster waren mit den zugezogenen Vorhängen verdeckt
Henry Lee More, gilt unter Historikern als der Axtmörder, siehe im englischen Wiki Artikel
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